5.1 Die Anschuldigung, dass der Gesandte (Resul) einen persönlichen Vorteil verfolgt
al-Imrān-80: Und er wird euch nicht befehlen: „Macht euch die Engel und die Propheten zu Herren!“. Würde er euch den Küfür* befehlen, nachdem ihr (euch ergeben* habt) Muslime* geworden seid?
al-Imrān-79: Es kann nicht sein (es ist nicht möglich), dass ein Mensch, nachdem ihm das Buch, das Hikmet* und die Prophetie gegeben wurde, sagt: „Werdet meine Diener* statt Allahs“; Doch, weil ihr das Buch in dem ihr gelehrt habt (lesend gelernt habt) und aus dem Grund das ihr es lehrt, wird er sagen: „Werdet Rabbiner Diener* des Herrn (die sich dem Herrn gewidmet haben)“.
Während der Gesandte die Menschen auffordert, ihm zu gehorchen, fordert er sie in Wirklichkeit auf, Diener Allahs zu werden. Allah, der Erhabene, bringt diese Wahrheit in den Versen 79 und 80 des Kapitels Al-Imran zum Ausdruck.
al-Imrān-51: Wahrlich, Allah ist sowohl mein Herr als auch euer Herr. Also werdet seine Diener*. (Eben) Dies ist der „Srati Mußtakim*“ (der Weg, der zu Allah führt).
Sowohl der Gesandte als auch diejenigen, die an ihn glauben und ihm gehorchen, sind Diener Allahs. Der hier geforderte Gehorsam ist nicht der persönliche Gehorsam, sondern der Gehorsam gegenüber den Geboten Allahs.
An-Nisa-64: Und Wir haben die Gesandten* für nichts anderes geschickt, als dass sie ihm mit Allahs Erlaubnis gehorchen. Und wären sie zu dir gekommen, als sie ihre Seelen* bedrängt haben, so Allah um Mahfiret* gebeten hätten und auch der Gesandte* um Mahfiret* für sie gebeten hätte, hätten sie gewiss Allah, als Jenen vorgefunden, der die Buße* (beider Seiten) akzeptiert (ihre Buße* und die Fürbitte des Gesandten* um Mahfiret*) und Rachmet* gebend ist.
Der ehrenwerte Moses und alle anderen Gesandten rufen die Menschen zum Gehorsam auf, weil Allah es ihnen so befohlen hat. Die Sünden derer, die den Gesandten gehorchen, wandelt der Erhabene Allah in Gotteslohn um.
at-Taghābun-6: Das ist also dafür, weil sie sagten, als die Gesandten Beyyine* (eindeutige Beweise) zu ihnen brachten: „Wird uns ein Mensch zum Hidayet* führen?“ Somit haben sie geleugnet und sich abgewendet. Und Allah hat gezeigt, dass Er Selbstgenügsam ist (dass Er nichts benötigt, auch nicht ihren Iman*). Und Allah ist Gani*, Hamid*.
al-Isra-94: Nichts anderes hat die Menschen daran gehindert zu glauben, als das Hidayet* zu ihnen kam, als dass sie sprachen: „Hat Allah einen menschlichen Gesandten geschickt?“
Im 94. Vers des Kapitels Al-Isra und im 6. Vers des Kapitels At-Taghabun wird zum Ausdruck gebracht, dass diejenigen, die sich die Rückkehr zu Allah nicht wünschen, die Gesandten als gewöhnliche Menschen, wie sie selbst betrachten.
al-Mu'minūn-24: Doch die Anführer der Kafir* in seinem Volk sagten: „Er ist nichts anderes als ein Mensch wie ihr. Er möchte euch überlegen sein (euch Befehle geben). Und hätte Allah es gewollt, hätte er unbedingt Engel herab gesandt. Von unseren Vorfahren haben wir diesbezüglich nichts vernommen.“
al-Mu'minūn-23: Und wahrlich entsandten Wir Noah (A.S)* zu seinem eigenen Volk. Und er sprach (zu ihnen): „O mein Volk! Werdet Diener* von Allah! Für euch gibt es keinen anderen Schöpfer auβer Ihm. Wollt ihr immer noch nicht Besitzer des Takwas* werden (wollt ihr nicht wünschen, Allah zu erreichen)?
Allah, der Erhabene, sagt in den Versen 23 und 24 des Kapitels Al-Mu'minun, dass die gleiche Anschuldigung gegen den ehrenwerten Noah erhoben wurde.
Yūnus-78: Sie sagten: „Seid ihr gekommen, um uns von dem abzuwenden, worauf wir unsere Väter vorfanden und damit die Größe (Überlegenheit, Macht) auf Erden euch gehört? Und wir werden euch beiden nicht mit Iman* (glauben)“.
-Während der Auseinandersetzungen mit ihren Gemeinschaften wurden den Gesandten falsche Anschuldigungen vorgeworfen, und diejenigen, die dies leugneten, nutzten zu diesem Zweck verschiedener Methoden der Verleumdung. Eine dieser Methoden ist die Behauptung, der Gesandte verfolge einen persönlichen Vorteil. Zur Zeit des ehrenwerten Moses behaupteten der Pharao und sein engster Kreis, der ehrenwerte Moses habe die Menschen nicht zur Religion Allahs eingeladen, sondern vielmehr behauptet, er wolle „Größe auf Erden“ erlangen. Der Erhabene Allah erwähnt diese Situation im 78. Vers des Kapitels Yunus wie folgt:
Im Gegensatz dazu, behauptete der Pharao, dass er „Gott“ (Herr) sei.
an-Nazi'at-24: Danach sagte er (der Pharao): “Ich bin euer sehr erhabener Herr.”
Die Sünder in der Umgebung des Pharaos vermuteten bei der Begegnung mit dem Gesandten, dass dieser aus Eigennutz versuche, das Volk an sich zu binden. In ihren Augen ist der Gesandte ein Rivale, der versucht, ihre Ordnung zu stürzen.