„KOMM. WER AUCH IMMER DU BIST. KOMM TROTZDEM.“

„Komm, wer auch immer du bist. Egal, woran du glaubst, oder woher du kommst, komm. Hier ist kein Platz für Hoffnungslosigkeit. Auch wenn du dein Versprechen (deine Buße) tausendmal gebrochen hast, komm trotzdem. Komm immer wieder.” (Rumi, ein Sufi-Meister)

Rumi meint damit Folgendes: Ein Mensch, der seine Buße schon hundertmal gebrochen hat, hat unzählige Sünden begangen. Wenn er jedoch vor dem heiligen Lehrer, den Gott für ihn bestimmt hat, Buße tut, werden all seine Sünden in Gotteslohn umgewandelt. Die Botschaft unseres Herrn, die Rumi mit seinen Worten ausdrücken will, ist wie folgt: 

Wer jedoch (vor seinem heiligen Lehrer) das Bußgelübde ablegt (wodurch in sein Herz der Glaube geschrieben wird, und sein Glaube zunimmt) wird zu einem Gläubigen und wenn er läuternde Taten (die Teilreinigung der Seele) ausübt, dessen Missetaten (Sünden) wird Allah in diesem Falle in Wohltat (Gotteslohn) umwandeln. Und Allah ist Allvergebend (der der die Sünden in Gotteslohn umwandelt), Barmherzig (der der das Barmherzigkeitslicht sendet).(Al-Furqan, 70)

Ich habe deine Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! (Jesaja 44,22)

Gott sagt: „Wer Buße tut und läuternde Taten ausübt, die die Seele reinigen, dessen Sünden wird Gott in Gotteslohn umwandeln.“ Wenn man läuternde Taten vollbringt, welche die Seele reinigen, bedeutet das, dass man sich der inneren Reinigung widmet. Die Reinigung der Seele beginnt jedoch erst, wenn man sich an einen heiligen Lehrer bindet.

Sondern verkündigte denen in Damaskus zuerst und in Jerusalem und in der ganzen Landschaft von Judäa und den Nationen, Buße zu tun und sich zu Gott zu bekehren, indem sie der Buße würdige Werke vollbrächten (Apostelgeschichte 26,20)

Und Wir haben die Gesandten für nichts anderes geschickt, als dass sie ihm mit Allahs Erlaubnis gehorchen. Und wären sie zu dir gekommen, als sie ihre Seelen bedrängt haben, so Allah um Vergebung gebeten hätten und auch der Gesandte um Vergebung für sie gebeten hätte, hätten sie gewiss Allah, als Jenen vorgefunden, der die Buße (beider Seiten) akzeptiert (ihre Buße und den Antrag des Gesandten um Vergebung) und barmherzig ist. (an-Nisa 64)

Auf ihren Wunsch hin wurden den Weggefährten ihre Sünden vergeben. Durch die Fürbitte des Propheten Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) vergibt Er ihnen ein weiteres Mal und wandelt ihre früheren Sünden in Gotteslohn um. Dieses Ereignis steht für die Vergebung zwischen dem reuigen Menschen und Gott. Gleichzeitig steht es für die Fürbitte zwischen dem Reuigen und dem Imam der Epoche.

Vergebung ist ein großer Segen von Gott. Durch sie werden Sünden in Gotteslohn umgewandelt.