5.2 Die Anschuldigung der Verrücktheit

ad-Duchān-14: Sie nannten (IHN) jedoch einen (vom Satan offenbarend*) „angelernten“ und einen „Verrückten“ und wandten sich danach von IHM ab.

ad-Duchān-13: Zu ihnen kam ein Gesandter* der (alles) erläutert. Sie haben daraus keine Lehre gezogen (trotz des Gesprochenen vom Gesandten*).

Im Zeitalter der Bekehrung, in dem wir uns befinden, ist ebenfalls der Imam der Epoche, der mit der Bekehrung beauftragte Gesandte Mehdi, denselben Vorwürfen ausgesetzt. Diese Thematik wird im 13. und 14. Vers des Kapitels Ad-Duchan mitgeteilt

Sabā-8: Hat er Allah mit einer Lüge verleumdet? Oder ist er wahnsinnig (verrückt)? Nein, sie sind jene, die nicht an das Achiret* glauben, sie befinden sich in der Pein und auf einem fernen Irrweg*.

Sabā-7: Und die Kafir* sagten:“ Sollen wir euch einen Mann zeigen, der die Kunde gibt, dass ihr wirklich neu erschaffen werdet, nachdem ihr in Stücke zerstückelt (verworren) seid (nachdem ihr gestorben seid und euer Körper verfault ist)?“

Der Erhabene bringt in den Versen 7 und 8 des Kapitels Saba zum Ausdruck, dass alle Völker dazu neigen, solche Anschuldigungen gegen die zu ihnen gesandten Gesandten zu erheben.

al-Mu'minūn-70: Oder sagen sie, dass er wahnsinnig sei? Nein, (er) ist mit der Wahrheit zu ihnen gekommen. Aber die meisten von ihnen sind solche, die den Hakk* verabscheuen.

al-Mu'minūn-69: Oder haben sie vielleicht ihren Gesandten* nicht erkannt (ihn akzeptiert)? In diesem Fall sind diese jene, die ihn (den Gesandten*) verleugnen.

al-Mu'minūn-68: Haben sie immer noch nicht über das Wort nachgedacht (den Sinn erfasst, verstanden)? Oder ist (etwas) zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorfahren kam?

al-Hidschr-7: Müsstest du uns nicht Engel herbeibringen, wenn du einer von den Treuen* wärst

al-Hidschr-6: Sie sagten: „O du, zu dem das Dhikr* herab gesandt wurde! Du bist wirklich ein Medschnun* (ein Verrückter).“

Auch unser Herr, der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf Ihm), wurde auf diese Weise verleumdet. Allah, der Erhabene, gebietet diesbezüglich Folgendes:

asch-Schu'arā-27: (Pharao) sagte: „Wahrlich, euer Gesandter*, der zu euch geschickt wurde ist wirklich medschnun* (verrückt).“

Dieselbe Anschuldigung wurde auch an den ehrenwerten Moses (Friede sei auf Ihm) gerichtet.

al-Qamar-9: Vor ihnen dementierte auch Noahs Volk. Auf diese Weise haben sie unseren Diener* (Hz.* Noah) dementiert. Sie sagten: „Er ist ein Medschnun*“. Und hielten ihn (von der Verkündung) ab, indem sie ihn quälten.

al-Mu'minūn-25: Er ist nur ein besessener Mann. Wartet ihn also darum eine Weile ab (überwacht ihn eine Weile)!

Eine der Anschuldigungen, welche die Sünder (Schuldigen), die zum Feuer einladen, oftmals nutzen ist, den Gesandten und die wahren Gläubigen, die sich an ihn mit Gaben gebunden haben, mit “Verrücktheit” zu beschuldigen. Diese Beschuldigung wurde nahezu an alle Gesandten gerichtet. Im edlen Koran wird vielmals auf diese Thematik hingewiesen. So sagt der Erhabene im 25. Vers des Kapitels Al-Muminun und im 9. Vers des Kapitels Al-Qamar, dass über den ehrenwerten Noah (Friede sei mit Ihm) gesagt wurde, dass er “ein Mann ist, der verrückt ist”.

Der größte Grund für die Verleumdung der Gesandten durch die führenden Politiker und die führenden Religionsgelehrten, die sich die Rückkehr zu Allah nicht wünschen und andere davon abhalten und Unruhe auf Erden stiften, ist zweifellos, dass sie durch die Verleumdung der Gesandten die Buße (die Bindung an den heiligen Lehrer) von der Religionsausübung entfernen möchten, indem sie die Gesandten anschwärzen. Es gibt noch einen zweiten Grund. Diese Menschen, die nicht von Allah auserwählt wurden (sie wurden nicht auserwählt, weil sie sich die Rückkehr zu Allah wünschen und auch andere Menschen davon abhalten, dies zu tun), können nicht begreifen, wie der Gesandte einen entschiedenen Kampf gegen ein ganzes Volk führen kann. Sie können nicht nachvollziehen, warum der Gesandte sein Leben aufs Spiel setzt und sich den Sündern (Schuldigen) gegenüberstellt, die über eine sehr große finanzielle Macht verfügen. Denn das einzige Kriterium der Leugner und Beigeseller ist der Profit. Sie denken nur an ihre persönlichen Vorteile, die sich auf das irdische Leben beziehen. Der Gesandte hingegen opfert alle seine persönlichen Vorteile, um die Religion zu verkünden. In den Augen der Sünder (Schuldigen) ist das eine Art von Verrücktheit.

Der Gesandte hingegen verzichtet auf seine irdischen Vorteile und erhält als Belohnung die irdische Glückseligkeit und die Ehre, Allahs Antlitz zu sehen, dessen Wert mit nichts gemessen werden kann. Allerdings besitzen die Sünder (Schuldigen) zweifellos nicht den Verstand, um dies zu begreifen.