Wie schon vor 14 Jahrhunderten zur Zeit unseres Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) und seiner Weggefährten, die im sogenannten Zeitalter der Glückseligkeit in Frieden und Harmonie lebten, wird auch im Zeitalter des Mehdi (Friede sei auf ihm) laut den Überlieferungen eine von Toleranz geprägtes Miteinander unter allen Völkern vorherrschen. Demzufolge wird zwischen der muslimischen und der christlichen Welt Einheit und Zusammenhalt entstehen, geprägt von gegenseitiger Toleranz, Brüderlichkeit, Mitgefühl und Barmherzigkeit. Die Gotteshäuser aller Christen und Juden, Synagogen, Kirchen und Stiftungen, werden unter Schutz gestellt. Denjenigen, die eine Kirche eröffnen möchten, die gemäß ihrem religiösen Glauben ein entsprechendes Anliegen vorbringen oder ihre Gottesdienste verrichten wollen, wird dies ermöglicht. Es wird gewährleistet, dass alle Christen und Juden in den für sie heiligen Gegenden in Frieden, Sicherheit und Geborgenheit leben. Jegliche Probleme lassen sich mit Liebe, Respekt und Toleranz lösen, und alle Völker werden ihr Leben in Harmonie und Freundschaft miteinander fortführen können.

„Dieses tolerante und verständnisvolle Verständnis wurde auch in der Zeit der Stellvertreter nach unserem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) bewahrt. Als Damaskus erobert wurde, teilte man eine in eine Moschee umgewandelte Kirche: In der einen Hälfte beteten die Christen, in der anderen die Muslime.“ (Ali Bulaç, Çağdaş Kavramlar ve Düzenler, İz Yayıncılık, 16. Auflage, Istanbul, 1998, S. 241)

„Unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) erlaubte es den Christen, die ihn besuchten, ihre Gottesdienste in der Moschee zu verrichten, und stellte ihnen dafür die Moschee zur Verfügung.“(Ali Bulaç, Çağdaş Kavramlar ve Düzenler, İz Yayıncılık, 16. Baskı, İstanbul, 1998, s. 241)

Diese Moral zeigte sich im Leben unseres Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) in zahlreichen Beispielen.

al-Haddsch-40 Nur weil sie gesagt haben: „Unser Herr ist Allah“, wurden sie, zu Unrecht, aus ihrer Heimat vertrieben. Und wenn Allah nicht manche Menschen durch andere abgewehrt hätte, würden die Kloster (der Priester), die Kirchen (der Christen), die Synagogen (der Juden) und die Moscheen (der Muslime), in der Allahs Name sehr viel gepriesen wird, unweigerlich einstürzen in dem sie zerstört werden. Wer Ihm (Allah) hilft, wahrlich dem hilft Allah unweigerlich auch. Wahrlich Allah ist zweifellos der Kraftvolle (Starke, Mächtige, Kaviyy), der Erhabene (Ehrwürdige, Aziz).

Auch wenn ein Mensch einen Glauben vertritt, der im Koran als falsch beschrieben wird, kann er unter Menschen, die nach der Moral des Korans leben, ein gerechtes Leben führen. Er darf seine religiösen Praktiken frei ausüben. Niemand hat das Recht, ihn daran zu hindern. Ebenso darf niemand dazu gezwungen werden, auf eine bestimmte Weise zu beten. Dies widerspricht der islamischen Moral und ist ein Verhalten, das Allah nicht gutheißt. Betrachtet man die islamische Geschichte, so stellt man fest, dass bereits zur Zeit des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) ein Gesellschaftsmodell existierte, in dem jeder seine Religion frei praktizieren und seinen Glauben leben konnte. Im Koran werden Gebetsstätten anderer Religionen, wie etwa Kloster, Kirchen und Synagogen, sogar als Orte erwähnt, die unter Allahs Schutz stehen.

al-Mumtahinah-9 Doch Allah hält euch davon ab (verbietet euch), zu denen zurückzukehren (sich mit ihnen anzufreunden), die euch wegen eurer Religion bekämpft und euch aus eurer Heimat vertrieben haben oder die ihnen Beistand geleistet (geholfen) haben, euch zu vertreiben. Und wer zu ihnen zurückkehrt, der gehört zu den Grausamen.

al-Mumtahinah-8: Allah hält euch nicht davon ab (verbietet euch nicht), sie mit Gerechtigkeit zu behandeln und wohltätig zu denen zu sein, die euch der Religion wegen nicht bekriegt haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten (die sich Gerecht verhalten).

Die Hanif-Religion, die im Arabischen Islam genannt wird, zwingt niemanden zum Glauben, sondern ruft lediglich dazu auf, den Wunsch, zu Allah zurückzukehren zu verkünden.

9.2- IM ZEITALTER DER BEKEHRUNG WIRD EINE ATMOSPHÄRE DER TOLERANZ ENTSTEHEN, IN DEM JEDER SEINE RELIGIÖSEN PFLICHTEN FREI AUSÜBEN KANN